Helgoland – eine historische Bilderreise

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Eine Sonderausstellung im Museum "Windstärke 10" vom 03. März bis 26.Mai 2024

Eine Sonderausstellung im Museum “Windstärke 10” vom 03. März bis 26.Mai 2024

Vom 15. April 2023 bis zum 13. Januar 2024 wurde im Museum auf der Insel Helgoland die   Ausstellung Helgoland – eine historische Bilderreise gezeigt. Die Fotoschau wurde von 9000 Besuchern angesehen. Die Idee hierzu entstand nach dem Erwerb eines Konvolutes von ca. 100 Stück Glasplatten-Negativen, dessen Inselmotive das Zeitfenster der 1920/30er-Jahre spiegeln.

Die Kuratoren Hagen Zielke und Peter Backens freuen sich, die historischen Fotodokumente nun auch vom 03. März bis 26. Mai 2024 im Cuxhavener Museum “Windstärke 10” präsentieren zu können.

Der aus Oldenburg/Holstein stammende Fotograf Julius Simonsen (1867-1943) besuchte die Hochseeinsel in der Zwischenkriegszeit regelmäßig. Viele seiner Aufnahmen waren als Ansichtspostkarten, Leporellos und als Ansichtsmappen-Werke begehrt und gelten heute als Zeitdokumente des sog. „Alten Helgolands“.

Schwerpunkt 1 der Ausstellung stellt diese historischen, noch monochrom gefertigten Simonsen-Fotografien der 1920/30er-Jahre vor. Sie zeigen mit vielen Details und seltenen Blickwinkeln die Zeit der Seebadära vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. 

In Teil 2 stehen historische Fotos neben aktuellen, von Peter Backens gefertigten Aufnahmen vom selben Standort. Sie dokumentieren als Paarbilder den insularen Wandel und ermöglichen einen aufschlussreichen Vergleich zwischen gestern und heute.    

Hierzu erschien im OCEANUM-Verlag in der Reihe „die Fotobücher“ ein reich bebilderter Foto-Katalog mit informativen Textpassagen zu Simonsens einzigartigen Foto-Impressionen von der Hochseeinsel. Ein weiteres Buchkapitel informiert über die Seebäderdienste der Reedereien in der Zwischenkriegszeit von 1919 bis 1939. Dabei stehen die Werbeaktivitäten der Schifffahrtslinien und ihre ansprechenden Werbeplakate sowie Coverabbildungen der Reedereifahrpläne und deren namhafte Werbegrafiker im Fokus.

Die Eröffnungsrede zur Ausstellung hält der ehemalige von 1981 bis 1986 auf Helgoland wirkende Bürgermeister und Helgoland-Kenner Klaus Degenhardt. Er kam 1961 als junger   Verwaltungsangestellter auf die Insel. Seitdem wächst seine Sammlung an Zeitungsausschnitten zur Helgoland-Historie kontinuierlich an. Eine Digitalisierung ist in Arbeit. Als Zeitzeuge lautet sein Referatsthema zur Ausstellungseröffnung „Helgoland nach dem zweiten Weltkrieg – der Wiederaufbau“.

Information zur Pubikation:

Hagen Zielke und Peter Backens

Helgoland –

eine historische Bilderreise

Julius Simonsens Reisefotografien

der 1920/30er-Jahre, ein aktueller Fotovergleich

und ein Beitrag zum Seebäderdienst

ISBN 978-3-86927-093-7, 

96 Seiten, 27 x 24 cm,

über 80 großformatige Abbildungen,

gebunden

Oceanum Verlag, www. oceanum.de

DIE AUTOREN:

Hagen Zielke ist seit frühester Kindheit mit der maritimen Welt der Niederelbe-Region verbunden. Die Insel Helgoland steht mit ihrem breit gefächerten Angebot seit jeher weit vorne auf der Liste der Kurzurlaube. Nach einer Ausbildung zum Möbeltischler folgten Studienabschlüsse zum Innenarchitekten und zum Gewerbestudienrat. Daran schloss sich eine langjährige Unterrichtstätigkeit an der Fachoberschule für Gestaltung in Hamburg an.

Als Buchautor des OCEANUM-Verlages verfasste Zielke mehrere Bücher und Aufsätze zu diversen maritimen Themen. Seit 1980 sammelt er maritime Kunst und Artefakte zur Cuxhaven-Historie.

Peter Backens erlernte den Fotografenberuf und arbeitet heute als Werbefotograf für ein bekanntes Hamburger Medienunternehmen. Seine fotografische Mitarbeit bei diversen Projekten zum Thema Interior Design machte ihn bekannt. Seine Spezialisierung liegt im Bereich Food, Schmuck und Museumsfotografie.

Treffpunkt an der Landungsbrücke 1932

Die Normaluhr am Landungsplatz zeigt 15.40 Uhr an und dokumentiert damit den genauen tageszeitlichen Entstehungszeitpunkt der vorliegenden Fotografie. Der aus allen Himmelsrichtungen gut sichtbare Zeitmesser half dem Gast z.B. bei der Orientierung für seine pünktliche Rückreise aufs Festland. Den Bootsleuten in ihren blauen Klapphosen und Jumpern bot die Landungsbrücke als Ort der Begegnung den idealen Treffpunkt für ein „anregendes Gespräch unter Männern“. Um 16 Uhr stellte die Dünenfähre ihren Dienst ein und die Gäste flanierten direkt von der Landungsbrücke zum Kurkonzert am Musikpavillon. Hier herrschte reges Leben und Treiben. Sämtliche Tische waren besetzt und die freien Ruhebänke schnell vergeben.

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