Mehr Lebensqualität durch Kultur in Rheinberg

0 2 Monaten ago
Foto: Stadt Rheinberg Bürgermeister Dietmar Heyde dankte beim Frühlingsempfang allen Kulturschaffenden für die vielfältigen Angebote in Rheinberg.

Frühlingsempfang zeigte Vielfalt der Heimischen Angebote auf.

Zum zweiten Mal lud Bürgermeister Dietmar Heyde zu seinem Frühlingsempfang in die Stadthalle Rheinberg ein. Wie auch schon bei der ersten Veranstaltung im letzten Jahr, war die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Rheinberg das zentrale Thema. Mit dem Schwerpunktthema „Kultur“ sollte über das bunte und vielfältige Angebot an kulturellen Angeboten informiert, eine Bühne für ausgewählte Akteure der kulturellen Landschaft Rheinbergs geboten und eine Möglichkeit zum Austausch geschaffen werden.

Ob Theater, Musical, Kabarett, Kunstausstellungen, Stadtfeste oder Musikkonzerte unterschiedlichster Stilrichtungen und mehr: In Rheinberg ist für nahezu jeden Geschmack etwas dabei. Kultur spielt vor allem in ländlichen Regionen wie dem Niederrhein eine wichtige Rolle in den Städten und Gemeinden, da sie zu einer besseren Lebensqualität für die Bürger*innen beiträgt, die lokale Identität und Gemeinschaft stärkt, kreative Talente fördert, den Tourismus ankurbelt und die wirtschaftliche Entwicklung positiv unterstützt. Wie wichtig die Kultur für Rheinberg ist, wurde auch in den Zielen der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie deutlich. Das strategische Ziel „Lebenslanges Lernen und Kultur“ ist eines der sechs identifizierten Handlungsfelder. Die Formulierung dieses strategischen Zieles ist eindeutig:

„Im Jahre 2030 ist Rheinberg ein Zentrum für Kulturschaffende, das durch die Stadt Rheinberg und ansässige Unternehmen gefördert wird.“

„Die Akteure in der vielfältigen Kulturarbeit machen alle Aspekte von Nachhaltigkeit für die Menschen in Rheinberg sicht- und erlebbar.“, so Bürgermeister Dietmar Heyde bei seiner Begrüßungsrede. „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Unser Kultnetzwerk ist Ausdruck dafür.“  Mit einer kurzen Präsentation stellte Dietmar Heyde den städtischen „Kulturfonds“ vor. „Kultur benötigt Raum und Unterstützung.“, so das Stadtoberhaupt. Die ausschließlich gespendeten Geldmittel des Kulturfonds dienen der Förderung besonderer und hochwertiger kultureller Veranstaltungen und Projekte im Stadtgebiet Rheinberg, die von Rheinberger Vereinen, Initiativen, Gruppen, Einzelpersonen oder der Stadt Rheinberg durchgeführt werden. Ein großer Dank des Bürgermeisters ging an die Sparkasse am Niederrhein, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Giovanni Malaponti, die seit der Einrichtung des Kulturfonds im Jahr 1991 immer wieder mit großzügigen Spenden die Kulturarbeit in Rheinberg gefördert hat. Eine Unterstützung durch Spendengelder ist für jede Privatperson oder Firma möglich. So freut sich Bürgermeister Heyde darüber, dass auch das Glasfaser-Unternehmen „Deutsche Giganetz“, vertreten durch den Regionalleiter West Herrn Andreas Damm, jüngst mit einer Summe von 5.000 Euro besondere und hochwertige Veranstaltungen über den Kulturfonds unterstützt.

Mit der Versteigerung von drei Kunstwerken, moderiert durch Alt-Bürgermeister Hans-Theo Mennicken, konnten beim Frühlingsempfang beim Frühlingsempfang zusätzliche 790 Euro für den Kulturfonds gesichert werden. Der Vierbaumer Künstler Ernst Barten stellte eine seiner bekannten „Heizschnucken“ für den guten Zweck zur Verfügung, die er vor rund 18 Jahren mit dem Rheinberger Grafiker Luja entwickelte. Zusätzlich spendete der Aktionskünstler Rainer Bonk aus Rheinberg zwei „Blauschafe“ aus seiner „Blauschäferei“. Zusammen mit seiner Frau Susanne präsentierte er außerdem eine neue Installation auf der Bühne. Eine Quadriga mit „Blauschafen“ und „Blaumännchen“, die mit Denkanstößen versehen waren wie „Vielfalt wertschätzen“, „Einkaufen in der Region“, „Frieden schaffen ohne Waffen“ oder „Keine Massentierhaltung“.

Ein guter Teil der Kulturschaffenden aus Rheinberg präsentierte sich durch Beiträge auf der Bühne und an Infoständen wie z.B. „Spektakel Rheinberg e.V.“, „Kulturprojekte Niederrhein e.V.“, „Trägerverein Altes Rathaus e.V.“ und der „Heimatverein Rheinberg e.V.“. Den Anfang auf der Bühne machte die Musikalische Gesellschaft, die im Rheinberger Kulturleben schon sehr lange mit hochwertigen klassischen Konzerten Klassikfans begeistert. Vertreten wurde sie durch die Musikerin und ehemalige Organisatorin Frau Lore Rabe am Flügel und Frau Christiane Fischer-Wiggering an der Klarinette. Filme des vom Fachbereich „Schule, Kultur, Sport“ organisierten Kastanienfestes im Herbst 2023 und des vielfältigen Angebotes der „Kulturinitiative Schwarzer Adler Vierbaum e.V.“ wurden gezeigt. Auch die Rheinberger Schulen zählen zu den Kulturschaffenden Rheinbergs. Kulturelle Bildung ist in allen Lehrplänen verankert. Vertreten wurden die Schulen durch Europaschülerin Laura Henkel, die mit ihrem Gesang und sanften Pianoklängen das Publikum verzauberte. Ihr Auftritt lies erahnen, welches Potenzial in Rheinbergs Kultur-Nachwuchs schlummert.

Wie wichtig der Bereich Kultur auch in krisengeprägten und herausfordernden Zeiten wie diesen für das Wohlbefinden und den Zusammenhalt in der Bevölkerung ist, erlebten die rund 250 Gäste des Frühlingsempfangs mit Kabarettist René Steinberg, der nach eigener Aussage „die Welt ein bisschen besser lacht“. Gedanklich ganz verhaftet in der momentanen Herausforderung um den Rheinberger Haushalt, moderierte Bürgermeister Dietmar Heyde sein Programm mit „Radikale Sparmaßnahmen“ an. Der Repräsentant des Kulturprogramms im Schwarzen Adler, Kabarettist René Steinberg, musste zum Glück korrigieren: Richtig heißt es „Radikale Spaßmaßnahmen“. Und das waren sie wirklich, wie das lachende Publikum während des Auftritts bestätigte. Zum Schluss bedankte sich der Künstler beim Publikum und vor allem bei den Aktiven: „Ein ganz dickes Dankeschön an die tollen Kulturschaffenden hier in Rheinberg! Es ist unfassbar wichtig was ihr macht!“ Der tosende Applaus der Gäste bestätigte sein Lob.

Beendet wurde die Präsentation der Kulturschaffenden auf der Bühne durch einen Auszug aus dem breiten Kulturprogramm des Bürgerhauses Budberg. Begleitet durch Arnim Bartetsky am Flügel, bot Frau Prof. Dr. Gaby Herchert von der Universität Duisburg-Essen die tieferen Hintergründe bekannter Volkslieder dar und animierte das Publikum zum Mitsingen der Lieder „Sah ein Knab ein Röslein steh´n“ und „Hoch auf dem gelben Wagen“.

Mit einem großen Dank an alle Anwesenden und ganz besonders allen ehrenamtlich Tätigen schloss Bürgermeister Dietmar Heyde das Bühnenprogramm und lud bei Fingerfood von Alte-Apotheke-Gastronom Oliver Prophet herzlich zum Austausch mit allen Beteiligten ein. „Kulturangebote sind keine Luxusgüter, sondern eine ganz wesentliche Stärkung der Stadt Rheinberg und ihrer Bürger*innen. Berka muss weiterhin bunt bleiben. Meinen allerherzlichsten Dank an die, die daran mit so viel Herzblut mitwirken!“

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