Henneseequerung und CoLiving am See: Meschede bewirbt sich um zweiten Stern

0 2 Monaten ago

Mit zwei Projekten bewirbt sich die Stadt Meschede um einen zweiten Stern im Rahmen der Regionale 2025. Das hat der Rat der Stadt Meschede in seiner jüngsten Sitzung nachträglich abgesegnet. Die Regionale ist ein Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das ausgewählten Regionen die Möglichkeit bietet, sich zu präsentieren und mit Priorität Förderzugänge zu nutzen.Aufsehenerregendstes Projekt wäre eine Brücke über den Hennesee: Eine Brücke über den See zwischen der Halbinsel Hentenberg und dem östlichen Uferrandweg soll in erster Linie als Infrastrukturmaßnahme zur Qualifizierung der Fuß- und Radwegeverbindungen dienen.

Das zweite Projekt nennt sich „CoLiving am Hennesee“. Auf einer Fläche östlich der Tennisplätze im Bereich des Nordufers könnte ein kombinierter Wohn- und Arbeits-standort am Hennesee realisiert werden. Für begrenzte Zeit können dort neue Arbeitnehmer in kleinen Wohneinheiten leben und arbeiten, um das Sauerland kennenzulernen – und möglichst Wurzeln zu schlagen.

Die Weiterführung der Projekte soll nach Möglichkeit im Zuge der Regionale 2025 erfolgen, eine Realisierung ist jedoch auch auf anderen Umsetzungspfaden losgelöst von der Regionale 2025 nicht ausgeschlossen. Ebenso kann weiterhin entschieden werden, ob die Arbeit an den Projekten im Zweifel nicht weiterverfolgt oder nur für ein ausgewähltes Projekt fortgeführt werden soll.

CDU-Fraktionsvorsitzender Marcel Stork betonte: „Es geht ein Stück um die Vision für die Stadt.“ Er erinnerte an das „komplett neue Gesicht der Innenstadt“, das ebenfalls durch Regionale-Mittel gefördert wurde. Man wolle ein „attraktives Wohn- und Lebensumfeld bieten“ und diese „innovative, attraktive Idee“ weiterverfolgen. Maria Gödde-Rötzmeier (UWG) sprach von einem „visionären Projekt“, von dem man vor Jahren nur geträumt habe. Hendrik Bünner (SPD) erklärte, „solche Projekte“ seien der Grund, sich um ein Ratsmandat zu bewerben, um „etwas für diese Stadt gestalten zu können“. Bedenken äußerte Katharina Bischke (Grüne) zur Henneseequerung: „Wirtschaftlich und ökologisch spricht aus unserer Sicht sehr viel gegen diese Brücke.“ Es handele sich um ein Prestigeprojekt, das Geld könne man effizienter und umweltfreundlicher einsetzen.

Abgestimmt wurde getrennt: Für CoLiving am Hennesee votierte der Rat einstimmig, für die Henneseebrücke bei drei Gegenstimmen mit großer Mehrheit.

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